Theoriebezug: Cultural and Literary Animal Studies (CLAS) als Teilbereich der Human-Animal-Studies (HAS)
Zentrale Begriffe: Anthropozentrismus, Texttier, Agency, Kontextualisierung, Perspektive, Körperlichkeit, Mensch-Tier-Grenze
Zentrale Literatur:
Kompatscher, G., Spannring, R., & Schachinger, K. (2021). Human-Animal Studies: Eine Einführung für Studierende und Lehrende (2., überarb. Aufl.). Waxmann/UTB. https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838547596
Kapitel 3.2 Sprachgebrauch: Das Mensch-Tier-Verhältnis aus linguistischer Sicht (Reinhard Heuberger)
Anhang 1.1: Human-Animal-Studies in der Literaturwissenschaft
Methoden:
- kurze Theoriearbeit und Erarbeitung zentraler CLAS-Grundbegriffe
- Analyse kurzer Beispieltexte
- Vergleich klassischer und CLAS-orientierter Lesarten
- Erstellung einer einfachen Lesematrix
Beispiel:
„Der Fuchs und der Storch“
- klassische Lesart: Moral über Gegenseitigkeit
- CLAS-orientierte Lesart: Körper, Maul, Schnabel, Teller und Gefäß bestimmen Handlungsmöglichkeiten
Didaktisches Ziel:
Studierende lernen, Tierdarstellungen in literarischen Texten jenseits rein anthropozentrischer Symboldeutungen zu analysieren. Sie untersuchen Tiere als literarisch gestaltete Figuren, deren Darstellung Perspektiven, Machtverhältnisse, Mensch-Tier-Ordnungen und erzählerische Dynamiken sichtbar macht. Die Studierenden sind anschließend in der Lage, diese Erkenntnisse didaktisch zu transformieren und in fachlich fundierte Unterrichtsmaterialien/-szenarien für die Sekundarstufe I oder Grundschule zu übertragen.